Rezensionen

All die Jahre von J. Courtney Sullivan

Titel: All die Jahre
Autorin: J. Courtney Sullivan
Verlag: Deuticke Verlag
Seitenzahl: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 29.01.2018

Eine rührende Familiengeschichte.

Unsere Entscheidungen begleiten uns unser ganzes Leben und formen, wer wir sind.

In dem Roman „All die Jahre“ geht es um die Schwestern Nora und Theresa, ihre Entscheidungen und ihre Familie. In verschiedenen Zeitabschnitten erfahren wir aus ganz unterschiedlichen Perspektiven, wie es zu der aktuellen Situation gekommen ist.
Wir befinden uns im Jahr 2009 und Nora und Theresa reden nicht mehr miteinander. Theresa hat sich im Laufe ihres Lebens entschieden eine Nonne zu werden und fühlt sich dort sehr wohl. Sie hilft anderen Menschen und ist den ganzen Tag beschäftigt und geht in ihrer Aufgabe voll auf. Dagegen setzt sich das Leben ihrer Schwester. Nora hat ihren Mann zu Grabe getragen, hat vier Kinder und wie diese Kinder von ihrer Mutter denken, was sie für Erinnerungen haben, erfahren wir auch.

Ich finde es wirklich gelungen, dass jede wichtige Person in der Geschichte beleuchtet wird, auch ihren eigenen Beitrag hat, man sie kennenlernt und erfährt, wie sie zueinander stehen und was sie über den anderen denken.
Die Rückblenden schildern immer wieder aus Sicht von Theresa und Nora, wie es zu der heutigen Situation kam, was sie erleiden mussten, welche Aufgaben sie sich auferlegt haben und welche Entscheidungen sie getroffen haben, mit denen sie dann leben mussten.
Immer wieder wird man auf die Unterschiede der beiden Schwestern klar gestoßen, denn eben die Unterschiede scheinen zu den Entscheidungen geführt zu haben.
Ich habe mich sehr gut in die einzelnen Personen eingefügt, war wütend, wenn jemand unrecht behandelt wurde und trauerte mit, wenn es denn an der Zeit war. Es ist wie aus dem Leben gegriffen, eine Geschichte von zwei jungen Frauen, die mit Anfang zwanzig bzw. nicht mal zwanzig aufbrachen von Irland nach Amerika um dort ein Leben zu beginnen, Nora mit ihrem Verlobten Charlie und Theresa mit dem Wunsch Lehrerin zu werden. Das man mit den Ideen der Jugend und der Erziehung damals, die einem oft den Glauben gab, man müsse das beste für die Familie wollen und er Egoismus sei etwas schlechtes, brachte alles ins Rollen.
Ob die beiden Schwestern wieder zueinander finden und es ein Happy End gibt, solltet ihr selbst lesen und euch entführen lassen in eine vergangene Zeit mit Höhen und Tiefen.

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