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Blogtour „Das Hohelied der Magier“ Teil I

Werbung Blogtour „Das Hohelied der Magier“ von Mandy Gleeson aus dem Talawah Verlag

Meine lieben Leser,

heute steht alles im Zeichen von „Das Hohelied der Magier“ und ich habe die Ehre euch mit einem Interview mit einem sehr imposanten Mann aus Elyrien den Einstieg in diese Trilogie zu ebenen.
Ich würde sagen, wir fangen einfach mal an.


Herzlich willkommen Astor Duor von Sichem und vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen. Damit bieten sie den Menschen, die noch nichts von ihrer Welt wissen oder denen, die noch tiefer einsteigen wollen einen tollen Einblick! Aber beginnen wir doch mit Ihnen!
Wie geht es Ihnen?

Ich grüße Euch und bedanke mich, auch im Namen der Inquisition, für die Einladung. Normalerweise habe ich wenig Zeit für Konversation, aber in Ihrem Fall nehme ich sie mir, um den Lesern Eindrücke der Arbeit zu vermitteln, die wir in Sichem und überall in Elyrien leisten. Mein persönliches Befinden ist tadellos.

(Astor zeigt sich mit aufrechter Körperhaltung und aufmerksamem Blick, der sowohl die unmittelbare Umgebung, als auch das Gegenüber bisweilen durchdringend mustert)

Ich bin jetzt ganz dreist und frage Sie nach ihrem Alter, denn schätzen kann ich das wirklich nicht!

Zu meinem Dauern kann ich Ihnen mein genaues Alter nicht nennen, da ich, der Schwäche meines Volkes zudank, als Waise aufwuchs und keine Verwandtschaft habe, die mir darüber Auskunft geben kann. Soweit mein Erinnerungsvermögen es erlaubt, datiere ich selbst das Jahr meiner Geburt auf die Zeit 3980 bis 3990 im siebten Zeitalter, also bin ich in etwa 130 Jahre alt. Also verglichen mit den Menschen sehr alt, jedoch im Vergleich zu den Elfen ein Jüngling.

Das sind aus meiner Sicht aber wirklich schon viele Jahre! Wenn man Sie nicht kennt, wie würden Sie sich selbst vom Aussehen her und auch von Ihrer Art her beschreiben?

(Bei dieser Aufforderung zur Selbstreflektion zeigt sich Herr Duor kurz grüblerisch und streicht mit den Fingerkuppen seinen spitzenbewehrten Kragen entlang)

Ich habe eine durchschnittliche Körpergröße im sichemer Umfeld und würde vermutlich als hagere Gestalt beschrieben werden. Eine gepflegte Erscheinung ist als Repräsentant der Inquisition selbstverständlich. Daher kleide ich bevorzugt in Brokat und gut verarbeitete Seide von den hiesigen Plantagen, sofern die Auftragslage mich nicht ins Hinterland der Mangroven und Dschungel schickt. Meine Haut ist weiß-gräulich blass, wie bei allen meiner Art. Meine Augen sind von hellroter Farbe. Die einzige wahre Eitelkeit, die ich mir erlaube, sind meine hüftlangen rotbraunen Haare.

Wie sieht es bei Ihnen mit der Familie aus? Haben sie da Kontakt oder sind sie eher der Einzelkämpfer?

Meine Familie wandert schon seit langer Zeit auf der Stillen Straße. Ich bin allein. Wohl kann ich es nicht ausschließen, dass noch entfernte Verwandte irgendwo in Charmhe leben, doch falls sie existieren, werden sich unsere Wege wohl niemals kreuzen. Ich würde sie nicht als Angehörige erkennen, und sie mich ebensowenig.

Das klingt ja ziemlich einsam! Sie sind ja schon ein stattlicher Mann, gibt es da eine Frau in Ihrem Leben? Oder haben sie durch Ihre Arbeit bei der Inquisition gar keine Zeit für so etwas?

Das Leben, das ich führe, ist alles andere als sicher. Als Mitglied der Kriegerkaste bin ich ständig Gefahren ausgesetzt. Hexen und Verbrecher zu jagen, hat schon viele meiner Kameraden das Leben gekostet. Falaben sind ohnehin ständig in Lebensgefahr. Einige von uns sterben unvermittelt und ohne erkennbaren Grund. Das sind schlechte Voraussetzungen für eine Bindung.

Hmm… Wie sieht es denn dann mit Freunden aus? Haben Sie da wenigstens einen Rückhalt?

Freundschaften sind fragil und schwer zu pflegen. Ich verwehre mich ausdrücklich nicht gegen diese Form der emotionalen Prägung, erlaube mir jedoch die Ansicht, dass Kameradschaft die vornehmere Art ist, sich zu einer anderen Person zu bekennen. Ich habe einen guten Freund und erkenne den Segen an, den ich damit erlebe. Über die Identität dieses Freundes würde ich jedoch lieber schweigen, aus Gründen der Diskretion.

Wollten Sie schon in Ihren frühen Lebensjahren zu der Inquisition? Was hat Sie denn genau dazu bewogen dort mitzumachen?

Ich hoffe Sie haben Verständnis dafür, dass ich milde Kritik anbringe, indem ich sage, dass „Mitmachen“ ein unangebrachter Begriff in diesem Zusammenhang ist. Der Weg zum Inquisitor ist lang und beschwerlich. Novizen müssen sich über viele Jahre und Gefahren hinweg beweisen. Ein Scheitern ist sogar wahrscheinlicher, als letztlich die Weihe des All-Einen in Sternheim zu empfangen.

Ja, schon als junger Mann gab es für mich kein anderes Ziel als Inquisitor zu werden.

(Astor ringt an dieser Stelle sichtlich mit sich, spricht dann jedoch mit festem Blick weiter)

Ich war ein Straßenkind, erlebte die Brutalität der Straßenbanden und die zügellose Sündhaftigkeit des Verbrechens. Was ich sah, widerte mich an und doch war ich ein Teil davon, eine Waise aus der Gosse. Die Rekrutierer der Inquisition waren die Ersten, die mich mit Respekt behandelt haben. Die Herkunft spielte hier keine Rolle, solang die Moral unbefleckt war. Ich erhielt in ihren Reihen eine Unterkunft, Kleidung, Verpflegung und eine Ausbildung. Mit dem Erlernen von Lesen, Schreiben und Sprachen, öffnete sich eine neue Welt für mich. Die Inquisition hat mich gerettet und ich strebe unermüdlich danach, dem rechten Pfad niemals mehr zu entsagen.

Entschuldigen Sie mir diesen Fehler! Ich werde nie wieder mitmachen benutzen! Haben Sie es je bereut der Inquisition beigetreten zu sein?

Nein, diese Entscheidung war die einzig Richtige und ich habe sie niemals bereut. Der Schwur vor dem All-Einen ist ein Stützpfeiler meiner Seele.

Was war bisher Ihr gefährlichstes Abenteuer, welches Sie bestreiten mussten?

Ich hatte einmal den Auftrag, die Schamanin eines Stammes zu inhaftieren. Sie hatte sich der Hexerei schuldig gemacht und ihre Krieger mit arkanen Kräften beseelt, so dass sie ein Massaker im Dorf des Nachbarstammes angerichtet hatten. Die üblichen Scharmützel, die diese Stämme ansonsten miteinander ausfesten, hatten nichts mit diesem Blutvergießen gemein. Der Hexe beizukommen erwies sich jedoch als große Herausforderung, da ihr Stamm tief im Dschungel verborgen lebte und ihre Krieger sie mit ihrem Leben beschützten. Es war, wie gesagt, kein einfacher Auftrag, aber ich habe ihn erfüllt.

Das klingt wirklich gefährlich! Wie denken Sie genau über Magie? Ist es nicht nur eine spezielle Fähigkeit, die gewisse Wesen besitzen?

Ich bestreite nicht, dass arkane Energien schon immer in irgendeiner Form in Elyrien existiert haben. Doch gab es in den früheren Zeitaltern eine natürliche Barriere zwischen der Materie und der Magie. Erst die Dämonen rissen einen Spalt in diese unsichtbare Mauer und die Vermischung dieser beiden einst friedlich coexistierenden Welten führt unweigerlich zu Verderbnis und Leid.

Vergleichen Sie es mit einem Schmied: Er stellt tödliche Waffen her, doch weder er, noch der Schwertkämpfer, der eine Klinge bei ihm erwirbt, ist deswegen ein Verbrecher. Es ist die Absicht, mit der diese Waffe geführt wird, die darüber entscheidet, ob jemand ein Held oder ein Mörder sein wird.

Haben Sie selbst eine spezielle Fähigkeit, die sie ausmacht? Die vielleicht auch bei ihrer Arbeit als Inquisitor hilfreich ist?

Es ist kein Geheimnis, dass ich als Inquisitor über die Fähigkeit verfüge, Magie für eine gewisse Zeit aus der Existenz zu verbannen oder abzuschwächen. Ansonsten verfüge ich über eine Art sechsten Sinn für die Anwesenheit von arkaner Magie. Alle anderen Fähigkeiten sind das Ergebnis eines harten Trainings in der Kampfkunst und der Empathie, zum Beispiel für das erfolgreiche Führen eines Verhörs.


So meine Lieben, das war der erste Teil des Interviews, um 12 Uhr erwartet euch die Fortsetung, dann könnt ihr erfahren, wie Herr Duor über die anderen Arten der Bevölkerung in Elyrien denkt. Seid gespannt, denn sie sind wirklich vielseitig!

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