Rezensionen

Cellar Door – Nacht über Flamboro von Nika S. Daveron

Titel: Cellar Door – Nacht über Flamboro
Autorin: Nika S. Daveron
Verlag: Selfpublishing (Rezensionsexemplar)
Seitenzahl: 149 Seiten
Erscheinungsdatum: 31.10.2018

Eine echt tolle Vorgeschichte, wo ist der Rest?

Kennt ihr das, ihr lest eine Geschichte und denkt euch irgendwann: Mist, da ist nicht mehr genug Buch, damit das hier alles zu einem Ende wird. Tja und so ging es mir mit „Cellar Door“.
Aber erstmal, worum geht es eigentlich?
Und zwar schreiben wir das Jahr 2236. Die Menschheit ist gefühlt explodiert, denn Lebensmittel sind unbegrenzt da, auch die medizinische Versorgung ist super. Was heißt das? Richtig, da sind einfach zu viele Menschen, die auch ihren Platz brauchen. Somit sind die Menschen eingepfercht, denn jeder hat nur eine kleine Wohneinheit, bekommt über einen Aufzug sein Essen und wenn man Glück hat, so wie es bei Australia der Fall ist, so hat man noch einen Job, dem man wenigstens nachgehen kann. Dann gibt es eine Gruppe ausgestoßender Menschen, die in den Great Outdoors leben. Riesige Mauern schützen die Bewohner vor eben diesen Gruppen. Das gruselige an dieser Zukunft, was noch dazu kommt? Die Menschen freuen sich über Nachrichten, wie Flugzeugabstürze oder ähnliches, denn wenn Menschen sterben, dann gibt es wieder mehr Platz. Wer Kinder auf die Welt bringt, die übrigens nur Fresser genannt werden, der gilt als asozial und Homosexualität wird stark begrüßt, denn dann entstehen wenigstens keine neuen Menschen.

Klingt schon ein bisschen krass oder? Tja, dann kennt ihr den Sport Ricochet noch nicht. Der ist nicht so, wie man ihn heute kennt, der Sport ist einfach nur krank und sorgt auch regelmäßig für die Ausdünnung, denn mal wieder einer bei dem Sport draufgeht.

Australia rutscht da in irgendwas rein. Alles geht verwirrend schnell, denn plötzlich ist es anders, als die Leute es gewohnt sind. Sie sollen nicht mehr auf die Straßen und das Essen wird knapp. Und dann kommt es, was den Titel erklärt „Cellar Door“. Aber dann ist es vorbei.

Ich saß da und dachte, dass ich Schnappatmung bekomme, denn dann war das Buch vorbei. Jetzt gerade, wo man vielleicht mal so ein bisschen wusste, was da kommen könnte, was da überhaupt Phase ist, worum es geht. Ja, ich war verzweifelt und fragte gleich bei der Autorin nach, ob denn der nächste Teil bald da ist. Nein, ich muss da wohl noch etwas warten. Und diese Fragen, die da noch offen sind, die quälen mich jetzt. Kennt ihr das? Ihr werdet mit Kopfkino allein gelassen? Ja, so ist das jetzt. Da muss ich wohl so lange etwas anderes lesen.

Aber ihr merkt, es kann nicht schlecht gewesen sein, denn sonst würde es mich ja nicht ärgern, dass es einfach so vorbei war, denn ich finde die Idee mega und auch dieses kranke Weltbild, was es da gibt. Ich war wirklich angetan. Auch der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, ich konnte mir alles gut vorstellen, wie es da ablief und es gab ungeahnte Wendungen.
Achja: lest einfach den ersten Satz und ihr merkt, wie provozierend dieses Buch werden kann. Ich fand es echt cool. „Homosexualität schafft Platz.“

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