Rezensionen

Der fünfte Magier: Schneeweiß von Christine Weber

Titel: Der fünfte Magier: Schneeweiß
Autorin: Christine Weber
Verlag: Selfpublish (Rezensionsexemplar)
Seitenzahl: 444 Seiten
Erscheinungsdatum: 18.05.2018

Ein toller Auftakt mit vielen Geheimnissen und eine Reise zu sich selbst

Christine Weber hat hier einen tollen Roman geschaffen und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil. Auf dem zauberhaften Cover sehen wir ein strahlendweißes Schloß. Es scheint wirklich zu strahlen und alles andere ist in verschiedenen Blautönen gehalten. Ein Rahmen, mit Drachen auf dem unteren Bereich, der einen wie ein Portal in diese Welt schauen lässt. Das Cover finde ich wirklich interessant und durch diese verspielte Schrift, bekommt man auch gleich den Eindruck vermittelt, dass es sich iher um so etwas wie ein Märchen oder eine Saga handeln könnte.

Aber wir befinden uns hier nicht in einem Märchen, sondern auf einer Reise, die sehr viel von Sorak abverlangt. Wir begleiten den jungen Nomaden und erfahren so einiges, was in der Vergangenheit schreckliches passiert ist. Es gab einen großen Krieg, den die vier Magier und ihre Drachen ausgefochten haben. Deshalb herrscht nicht nur in seinem Dorf die Angst vor den Drachen und Magiern vor, sondern in vielen Bereichen des Landes. Und dann kommt es zum Schicksalsschlag. Soraks Dorf wird angegriffen und niedergebrannt, es gibt scheinbar keine Überlebenden, außer ihm selbst und nun soll er kämpfen Er soll ein Magier sein. Wie ist das möglich? Er kommt in eine für ihn so neue Welt, die sich so anders verhält, als das was vor ihren Toren passiert. Hier läuft die Zeit anders und es gibt so viele Drachen. Das ist erst einmal eine ganz schöne Umstellung, die man erst einmal verkraften sollte. Doch dafür ist eigentlich nicht die Zeit, denn ein erneuter Krieg steht bevor und was, wenn Sorak scheitert?

Christine Weber hat hier eine so fantastische Welt erschaffen, hat Fähigkeiten an ihre Charaktere verteilt und hat so wunderbare Wesen geschaffen, dass ich mich richtig verloren habe in dieser Geschichte. Es war wirklich schön sich diese Welt vorzustellen, sie zu bereisen, aber es war teilweise auch sehr bedrückend, denn wo Krieg ist oder war, da ist halt eben auch sehr viel Leid und Elend. Auch dieses beleutet sie und gerade diese eine Eigenschaft, die wir Menschen so häufig an den Tag legen, die hat sie sehr deutlich herausgekehrt. „Wer anders ist oder was anders ist, dass ist gefährlich und muss entweder vernichtet oder verstoßen werden.“

So habe ich es für mich herausgelesen, doch ist Christine Weber nett mit den Lesern umgegangen und hat uns Hoffnung gegeben, Hoffnung auf das Gute im Menschen und auch auf ein gutes Ende für dieses Land. Doch meist kommt ja alles anders, als man denkt.
Denn so weiß, wie das Schloß strahlt, so schwarz ist der Gegner und scheinbar gibt es keine Graustufen dazwischen. Aber ist das möglich? Ist dieses Schwarzweißdenken nicht falsch und vielleicht auch gefährlich? Wie kann Sorak wissen, wem er trauen soll? Wer erzählt ihm die Wahrheit? Und warum hat die Autorin es so gut drauf, dass sich immer wieder alles dreht und wendet und das Menschen, plötzlich doch anders sind und uns scheinbar nur Kleinigkeiten von ihnen zeigen? Wie sollen wir das gesamte Bild erfassen, wenn doch nur so wenig Zeit ist, die noch bleibt, bis ein Unglück passiert?
Mir hat es richtig viel Spaß gemacht diesen ersten Teil zu lesen und ich wurde immer wieder von der Autorin vor Fragen gestellt und manchmal eben auch an der Nase herumgeführt. Das fand ich einfach klasse. Ich lese definitiv noch mehr von ihr und bin darauf gespannt, wie es mit der Geschichte im nächsten Teil weitergeht!

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