Rezensionen

Der Weg des Heilers: Der verletzte Himmel von Isa Day

Titel: Der verletzte Himmel aus der Reihe: Der Weg des Heilers
Autor: Isa Day
Verlag: Pongü Verlag
Seitenzahl: 260 Seiten
Erscheinungsdatum: 21.02.2016

Das Buch „Der Weg des Heilers – Der verletzte Himmel“ von Isa Day ist der erste Teil einer Reihe, aus dem Genre Fantasy. Nein, bisher gab es keine Vampire, Werwölfe, Elfen oder Feen. Diese braucht das Buch aber auch gar nicht, denn die Landschaft und die Bewohner der Welt, die die Autorin für uns geschaffen hat, reichen da schon vollkommen aus.

Mit dem Cover bekommen wir schon einen kleinen Eindruck, wie denn die Welt die wir betreten so aussieht. Wir sehen eine Wiese auf dem ein Pärchen steht, dass sich an den Händen hält. Auf der rechten Seite erstreckt sich ein Baum in den Himmel und er trägt wundervolle violette Blüten. Im Hintergrund scheint ein Nebel alles zu verhüllen, nur die Silhouette eines Drachens oder etwas ähnlichem ist zu erkennen und er sieht nicht gerade freundlich aus. Sterne funkeln in dem Nebel und geben dem ganzen somit doch eine sehr ruhige Atmosphäre. Der Titel des Buches ist von Pflanzen umrankt, die auch in blau und violette gehalten sind. Kleine Glühwürmchen tanzen darum. Allgemein ist die dominierende Farbe blau.

Und das ist eben auch auf Eriana auch so. Die Kinder leben im Wald, sie haben Baumwohnungen, die wunderbar beschrieben sind. So gibt es eben Bäume die sich um die menschlichen Bewohner kümmern, die die Wohnungen verändern und an die Bedürfnisse des Kindes anpassen, ihm sogar manchmal selbst halt geben. Die Bäume haben eigene Seelen, nur sehen das scheinbar nicht alle Kinder in dem Rudel so. Aber ihre Geschichte ist auch nicht wirklich einfach. Ihre Familien wurden von den „Weisen“ geholt oder eher nur die Erwachsenen, somit sind nur noch die Kinder da und haben lange Zeit zusammen gelebt und sich gegenseitig gestützt, sich ihre Fähigkeiten beigebracht, doch wenn es einen Stärkeren gibt, dann ist das eben der Anführer und wenn er aber nicht auf seine Berater hört, sondern beginnt alle mit Angst zu seiner Meinung zu verleiten, dann trifft das eben nicht bei allen auf Freude. So spaltet sich das Rudel der Kinder und zudem gibt es nicht nur in den eigenen Reihen Unruhen, sondern irgendwas stimmt mit dem Land nicht. Die Kinder vertragen kein Sonnenlicht. So ist ihre Welt auch von einer Kuppel umgeben, die sie vor den Sonnenstrahlen schützt, denn geht man in das offene Licht, wird man verbrannt, doch irgendwas stimmt eben mit dieser Kuppel oder eben ihrem Himmel nicht. Ihre Welt droht unterzugehen und scheinbar sind die Weisen daran schuld, dass sind Geister, die ständig so ein schauriges Lied singen und eben die Eltern genommen haben. Warum sollten sie nicht daran auch Schuld sein?

Der Schreibstil von Isa Day gefällt mir gut. Die Figuren die sie beschreibt, haben viel Seele und wachsen einem schnell ans Herz. Auch gibt es Leute, die man einfach am liebsten auf den nächsten Mond schießen möchte, davon gibt es in der Geschichte sogar gleich zwei. Die Landschaft wird bildhaft beschrieben und lässt einen eintauchen in eine wunderbare Welt, die man eigentlich manchmal gern besuchen möchte. Besonders die Baumwohnungen sind etwas sehr verlockendes. Lest es selber und sagt mir, dass ihr keine Baumwohnung wollt, dann wäre ich total erschüttert. Auch die Lebewesen die es in der Geschichte gibt: Irrfitze zum Beispiel, wunderbar komische kleine Wesen und wenn ich mir vorstelle, dass so ein kleines „Monster“ bei mir leben würde, wäre es definitiv niemals langweilig. Zudem ist etwas Magie in diesem Buch. Nicht nur bei einigen Kindern herrscht sie vor, sondern auch in der Umgebung. Es gibt eine Chronik, die einen immer wieder etwas von der Geschichte der Gruppe erzählt, die vor langer Zeit viel größer war und schon viel miterlebt hat.
Von mir eine klare Leseempfehlung, denn ich liebe Fantasy und ich liebe Reihen und diese ist mit viel Liebe geschrieben und ausgedacht worden. In jedem Baum und jedem Wesen steckt ein wenig Magie. Vielleicht überzeugt es euch auch!

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