Rezensionen

Die Tochter des Jägers von Alexandra Stephens

Titel: Die Tochter des Jägers
Autorin: Alexandra Stephens
Verlag: Selfpublish
Erscheinungsdatum: 16. Januar 2018
Seitenzahl: 247 Seiten

Der Märchenroman „Die Tochter des Jägers“ von Alexandra Stephens führt uns auf den Weg, dass nicht einfach das was uns die Grimm-Brüder, Herr Andersen oder wie sie sonst noch alle so heißen, das schlimme war, was den Märchenwesen passiert ist, sondern dass es da eben weiter geht. Ist ja wie bei uns Menschen. Nach einer Katastrophe hört es ja nicht einfach auf und Märchenwesen leben halt länger. Aber wo sind sie?

Claire Beaumont ist die Hauptfigur in diesem Roman und sie ist ein Mensch, kein Wesen. Aber sie sieht den Bösen Wolf und keiner will ihr das glauben. Ihre jüngere Schwester Belle ist verstorben und im Krankenhaus an ihrem Krankenbett sieht Claire den Bösen Wolf. Doch kein anderer hat ihn gesehen und das lässt die Erwachsenen an ihrem Verstand zweifeln. Jahrelang begibt sie sich in Therapie, findet niemanden, der ihr glaubt und so beginnt sie an sich selbst zu zweifeln, denn das kann ja an sich nur ein Hirngespinst sein. Den Bösen Wolf gibt es ja nicht wirklich.

Nun ist Weihnachten, die Familie trifft sich mal wieder und ihre ältere Schwester Julie nimmt sie mit ihn die Bar „Grimm“, an diesem Abend sieht sie ihn wieder und Claire verfällt in Zweifel, ob sie ihn sich wirklich nur eingebildet hat.

Nach einem erschütternden Vorfall in ihrem Job als Rettungsassistentin kann sie das einfach nicht mehr. Sie kommt mit sich nicht klar und braucht einen Tapetenwechsel. So kommt sie zu einer neuen Arbeitsstelle und versucht sich abzulenken. Doch da glaubt man ihr plötzlich, dass sie den Bösen Wolf gesehen haben könnte.
Was es mit der neuen Arbeitsstelle zu tun hat, könnt ihr sehr gern selber lesen.
Auf spannende Art und Weise werden die einzelnen Charaktere vorgestellt, ihre Geschichten durch Rückblenden beleuchtet und immer wieder passiert etwas, mit dem man so nicht gerechnet hat. Es ist nicht die große Liebesgeschichte wie im Märchen, sondern hier stehen die Charaktere im Vordergrund, was ich sehr schön finde. Klar, ein bisschen Liebe ist mit dabei, die darf ja im Märchen nicht fehlen, aber eher geht es um den Kampf zwischen gut und böse. Der erste deutsche Fantasyroman der Autorin hat mich voll überzeugt und gern hätte ich einen weiteren Teil und dann vielleicht noch einen. Ich liebe Märchen und habe mich mit diesem Buch wundervoll abgeholt gefühlt. Also wenn ihr Märchen liebt, dann ran an das Buch.

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