Rezensionen

Feuerlilly: Cabin Fever von Johanna Stöckl

Titel: Feuerlilly – Episode 1: Cabin Fever
Autorin: Johanna Stöckl
Verlag: Independently published
Seitenzahl: 92 Seiten
Erscheinungsdatum: 25.10.2018

Wer traut sich noch in den dunklen Wald?

Es ist Halloween und andere gehen auf eine Party, verkleiden sich und haben Spaß. Nur bei Lilly sieht es etwas anders aus. Ihr Vater möchte mit ihr ein ruhiges Wochenende an einem Waldsee verbringen. Sie hat eine Krankheit und darf sich nicht aufregen, da ist so ein ruhiges Wochenende doch wirklich gut und einfach mal zu zweit Zeit verbringen, kann ja auch schön sein. Doch der Plan findet relativ schnell eine böse Wendung, zwar kommen die beiden in dem Wald an, doch erst finden sie den Vermieter der Hüte nicht und Lilly Vater muss losziehen und ihn suchen. Ich wäre im Auto geblieben und hätte definitiv nicht einen Schritt rausgesetzt, nicht an Halloween, nicht abends und schon gar nicht in einem Wald. Lilly tritt aber vor die Tür und da ist auch alles sehr seltsam. Als ihr Vater wiederkommt, hat sie sich den Kopf verletzt und die beiden wollen einfach nur noch ins Haus. Doch da macht ihnen der Wagen und ein Mädchen einen Strich durch die Rechnung. Was macht man mit einem fremden Mädchen, was scheinbar verletzt ist, total unterkühlt ist und nicht spricht? Die beiden sind sehr hilfsbereit und nehmen es mit.

Klingt doch ein bisschen wie der Anfang von einem Horrorfilm, oder? So kommt sich Lilly auch vor, doch soll alles noch viel schlimmer kommen. Doch dazu erzähle ich euch nichts, denn das könnt ihr selbst lesen.
Ich kenne von der Autorin bisher zwei Romane und finde, dass Feuerlilly doch sehr anders ist. Der größte Unterschied ist wohl das Format, denn hierbei handelt es sich um eine Episode. Soweit ich weiß, ist diese Geschichte wohl auf fünf Episoden aufgeteilt, die in den nächsten Monaten in regelmäßigen Abständen erscheinen. (Teil 2 kann man sogar schon erwerben)
Die Atmosphäre die Johanna Stöckl aufbaut finde ich für mich sehr überzeugend. Es ist bedrückend und düster und das passt hier einfach.
Einen kleinen Abzug habe ich aber, denn mir kommt Lilly zu abgeklärt rüber, mir fehlt an manchen Stellen dieser Gedanke des „nicht-fassen-könnens“ und auch ihr Handeln ist manchmal so unerklärbar, denn ich würde bei den Geschehnissen durchdrehen, an meinem Verstand zweifeln oder einfach heulend in einer Ecke liegen, doch vieles nimmt sie einfach ohne zu fragen hin oder hinterfragt für mich einfach zu wenig.
Dann finde ich den Schreibstil anders. Vielleicht liegt es an diesem „Horrorfantastik“-Genre, in das ich das Buch ein wenig einteilen würde. Es hat so viele Fassetten. Da gibt es ein wenig Horror, dann Fantasyanteile, dann auch so thrillermäßig und irgendwie ist Lilly dann doch einfach nur ein normales Mädchen. Die Mischung ist sehr interessant und so bin ich auch gespannt, wie die Geschichte denn weitergeht, denn wir wissen ja, nach Episoden gibt es gemeine Cliffhänger. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und welche Charaktere uns erneut über den Weg laufen werden.

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