Rezensionen

Göttliches Blut von Stella A. Tack

Titel: Warrior & Peace: Göttliches Blut
Autorin: Stella A. Tack
Verlag: Drachenmond-Verlag
Seitenzahl: 480 Seiten
Erscheinungsdatum: 22.02.2018

Irgendwie anders, aber umso besser


Wenn dich alle irgendwie nicht leiden können, rettest du dann die Welt?

Das ist ein Buch nach meinem Geschmack. Reicht das schon um euch einen Eindruck zu geben?
Ich muss ja gestehen, im ersten Moment, so die ersten zehn Seiten dachte ich mir nur: „Ohje, was ist denn hier passiert.“, aber eigentlich fand ich es göttlich komisch. Wir haben hier ein Buch mit einem so köstlich sarkastischen und lockeren Schreibstil, ich habe dieses Buch genossen. Es ist so anders und teilweise einfach nur so rotzig geschrieben, wie Warrior eben denkt und spricht.
Ich habe mitgefühlt, denn sie kann einem schon leidtun, aber nun wollt ihr ja vielleicht erstmal wissen, worum es geht. Der Titel besteht aus Warrior und Peace. Warrior ist die Tochter von Hardes und Aphrodite. Sie ist so anders, als ihre Geschwister. Sie ist nicht wie ihre Brüder, die nach dem Vater kommen und auch nicht wie ihre Schwestern, die nach ihrer Mutter kommen. Sie ist einfach nur tollpatschig und liebenswürdig. Bei der Familie wollte ich sie manchmal einfach nur in den Arm nehmen und sie knuddeln und ihr sagen, dass ich sie liebhabe, denn einfach hat sie es nicht. Sie muss sich verstecken unter einem Kapuzenpullover, hinter Handschuhen und langen Hosen, denn sonst würden andere verrückt werden, denn sie hat das Medusa-Gen. Tja und so können ihre Geschwister sie nicht so wirklich leiden, ihre Mutter scheint sie zu hassen und sonst ist sie für viele auch nur die „Missgeburt“. Und dann gibt es da Peace… wer der ist? Tja, das muss sie auch erstmal rausfinden, denn irgendwie ist er ihr über den Weg gelaufen, hat sie einfach so den Höllenhunden zum Fraß vorgeworfen und dennoch hat sie eine Bindung zu ihm. Aber wer ist er und was macht er? Und vor allem: warum ist er so ein megamäßiges Arschloch? Tja und dann sind da ja noch die Götter, die irgendwie auch nicht ganz normal sind und eigentlich ja schon ein wenig überholt sind, denn die gibt es ja nun schon sehr, sehr lange… und das ist echt zu lange. Können die überhaupt noch mithalten, mit dem, was bei uns in der Menschheit passiert? Sind die nicht einfach schon Schnee von gestern?
Nur was macht man als Gott, wenn man ja ausgedient hat, aber nicht abtreten will? Tja, dass weiß ich auch nicht so richtig, aber ich glaube Warrior wird das noch zu spüren bekommen.
Stelle A. Tack hat da eine Geschichte geschaffen, die mich begeistert hat. Sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Hat mich abgeholt und nicht mehr losgelassen. Ich war und bin begeistert und freue mich schon sehr auf den zweiten Band dieser Reihe, der im Oktober erscheinen soll. Denn ich will wissen, wie es weitergeht. Die Charaktere sind alle sehr eigen, was ich aber richtig gut finde, denn sie haben irgendwie alle einen Knall, was sie teilweise liebenswert, teilweise aber auch einfach nur hassenswert macht. Sie bringen einen zum Schmunzeln oder zum Schimpfen. Aber sie lassen einen nicht einfach so los. Und das gefiel mir so gut. Die Seiten flogen dahin und die Welten entstanden. Die Charaktere tauchten auf, waren nicht nur einfache Lückenfüller, sondern hatten ihre Aufgabe und machten diese, so gut sie eben konnten. Und dann gab es den einen Knaller nach dem anderen. Sei es eben, weil Götter nun mal anders sind oder weil Warrior einfach nur ein wenig tollpatschig ist oder eben, weil es einfach nicht hätte anders kommen können. Wie ihr sicher schon gemerkt habt, wer auf einen etwas anderen Ton steht und ein wenig Spaß mit Göttern haben möchte, der bekommt dieses Buch von mir sehr ans Herz gelegt.

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