Rezensionen

Kristallseelen von Marlies Lüer

Titel: Kristallseelen
Autorin: Marlies Lüer
Verlag: Selfpublish (Rezensionsexempar)
Seitenzahl: 316 Seiten
Erscheinungsdatum: 25.07.2016

Ein Fantasyroman mit sympathischen Charakteren und viel Moral

Zwei Kristalle, einer blau, der andere weiß, scheinbar liegen sie auf Wolken, ist das dort oben die unendliche Weite des Weltraumes? „Kristallseelen“ ist das zweite Werk, welches ich von Marlies Lüer lesen durfte. Vor Kurzem hatte ich ihren Sammelband „Rosenmärchen“ beendet und war gespannt, was mich bei den Kristallseelen so erwartet.

Zu Beginn der Geschichte, war die Schwarzburg noch sehr behütet. Die Königsfamilie wirkte so normal, doch dies sollte sich schnell ändern, denn es gab eine bezeichnende Nacht. Die Sterne fielen scheinbar vom Himmel und mit diesen Sternen kam etwas Böses über die Schwarzburg, was sich in die Personen einnistete und für Leid sorgte. Es kam zu Kriegen und vielen abartigen, magischen Verfehlungen. So viel Blut wurde vergossen und im Mittelpunkt dieses Chaoses gibt es die Königssöhne. Die Zwillinge, die nun einen sehr unterschiedlichen Weg gehen. Einer führt Krieg, der andere wurde von der Familie scheinbar vergessen und versucht sein Volk, sein Land zu retten, doch wo soll er Verbündete finden, bevor es zu spät ist? Was hat es mit dem „Herz des Berges“ auf sich und was sind diese Kritallseelen?

Marlies Lüer hat hier schon fast eine märchenhafte Welt geschaffen, doch ist diese dem Bösen scheinbar schutzlos ausgeliefert. Sie verbindet einzelne Fäden am Ende zu einem dicken Seil, denn anfangs scheinbar so dünne Stränge, verbinden sich während der ganzen Handlung langsam soweit zusammen, dass es vielleicht doch noch, wie im Märchen eine Hoffnung geben kann.

Die Welt die hier um die Schwarzburg aufgebaut ist, ist von Elend gezeichnet. Viele müssen mit Verlusten klar kommen, denn die Arme braucht immer neue Mitglieder und scheinbar wird man die Verlorenen nie wieder sehen, denn hier ist schwarze Magie im Spiel und einmal in dem Kreis, kommt man nicht mehr heraus.
Dennoch gibt es hier einen Ort, der scheinbar unberührt von der wachsenden Bedrohung und Schwärze ist. Doch kann so ein Ort überhaupt bestehen in solch einer Zeit? Was passiert mit der Natur, wenn sie so ausgebeutet wird? Kann man am Ende überhaupt noch so viel Kraft besitzen, dass man jeden Feind niederringt? Wäre Frieden nicht die Lösung für das Volk?

Es gibt viele wichtige Fragen, die die Autorin hier aufwirft, auch verpasst sie ihren Charakteren immer einer Aufgabe, etwas an dem sie wachsen müssen, wenn sie nicht untergehen wollen. Auch gibt es hier viele Bereiche, die ein wenig Moral vermitteln, doch das müsst ihr euch selbst anlesen.
Lasst euch entführen und begleitet die handelnden Personen auf einer Reise durch ein düsteres Land, welches vom Bösen heimgesucht wird und daran zu zerbrechen droht.

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