Autoreninterviews Puppet's Bookish Weekend

Puppet’s Bookish Weekend mit Andrea Ego Teil I

Werbung / Puppet’s Bookish Weekend / mit Andrea Ego

Liebe Lesenden da draußen,
ich freue mich heute eine weitere Autorin auf meinem Interview-Sofa begrüßen zu dürfen. Ihr dürft euch auf Andrea Ego freuen. Wir werden nicht nur über Sie selbst reden, sondern auch über ihre Bücher, die sich im Bereich Fantasy und Liebesromane ansiedeln, also seid neugierig und lest weiter!


Liebe Andrea, herzlich willkommen auf meinem Interview-Sofa! Ich freue mich, dass ich dich heute bei mir begrüßen und dich mit meinen Fragen löchern darf! Du hast dich für ein Autoreninterview entschieden und schickst somit keinen deiner Protagonisten ins Gespräch, aber natürlich kommen wir auch auf diese zu sprechen! Legen wir am besten einfach los, oder?
Vielen Dank, dass ich dabei sein darf. Dein Sofa ist aber auch gemütlich, da bleibe ich gerne ein wenig länger sitzen. Auch in den Büchern geht es ja um die Protagonisten und nicht um mich, damit muss ich wohl leben. 😉 Auf jeden Fall können wir gleich loslegen. 😀

Gern beginne ich mit einer kleinen Selbstvorstellung der Autorinnen und Autoren. Wer bist du? Warum könnte man schon einmal etwas von dir gehört bzw. gelesen haben? Was sollte man unbedingt über dich wissen? Was magst du preisgeben von dir? Erzähl mir einfach, was dir so in den Kopf kommt!
Am liebsten verbringe ich meine Zeit mit meinem Mann und unseren zwei kleinen Wirbelwinden, auch wenn die beiden hin und wieder … anstrengend sind. Da ich Vollzeit arbeite, nutze ich jede freie Minuten für sie. Wenn die Kinder im Bett sind und mein Mann seinen Hobbys nachgeht, dann hole ich meinen Laptop hervor und schreibe drauflos. Ich liebe Fantasy- und Liebesromane oder mische gleich eine Liebesgeschichte in ein fantastisches Setting. Inzwischen habe ich sieben Bücher im Selfpublishing veröffentlicht, vielleicht kennt hier jemand eines meiner Cover oder sogar ein Buch. 😉 Allzu gross ist die Chance jedoch nicht, weil ich nicht allzu viele erreiche. 😉

Wir beide sind das erste Mal in Berührung gekommen, als du Rezensenten für dein Buch „Die Braut des Feenprinzen“ gesucht hast.  Ich fand den Klappentext wirklich interessant und dich sehr sympathisch, darum habe ich mich gemeldet. Machst du solche Aktionen öfter? Und wie ist deine bisherige Erfahrung? Ich gebe zu, manchmal kann ich auch nicht „Nein“ sagen, wenn jemand direkt auf mich zukommt und mich auf meinem Blog beispielweise anschreibt, aber ich sage immer, dass es etwas länger dauern könnte und Rezensionen folgen definitiv! Wie lief das bei dir bisher so?
Oh, danke für das tolle Kompliment, das freut mich sehr! Mit Bloggern habe ich ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Gerade beim ersten Buch „Im Bann des Gedankenlesers“ hat etwa ein Drittel der Blogger keine Rezension geschrieben und sich auch auf Rückfrage nicht gemeldet. Auf der anderen Seite habe ich schon seit dem Gedankenleser einige Bloggerinnen an meiner Seite, die jedes Buch von mir lesen und rezensieren, das ist unglaublich. Solange es keine Reihe ist, suche ich deshalb auch bei jedem neuen Buch nach neuen, auch kleineren Bloggern und Bloggerinnen. So können tolle Zusammenarbeiten und Freundschaften entstehen, das finde ich grossartig. Zudem kann ich mich noch an meine Freude erinnern, als sich zwei Blogs mit 1000 Followern für mein Buch interessierten. <3 Ein bisschen von dieser Freude möchte ich weitergeben, indem ich eben auch jüngere und kleinere Blogs mit einbeziehe.

Da ich ja gerade schon eines deiner Bücher angesprochen habe: Magst du kurz den Lesern erzählen, was sie in „Die Braut des Feenprinzen“ erwartet? (Meine Rezension dazu könnt, ihr übrigens auch hier auf meinem Blog finden!)
In „Die Braut des Feenprinzen“ begleiten wir Joana in ihr Heimatdorf, das sie für ihre Karriere verlassen hat. Sie will ihre Grosstante besuchen, doch der starke Schneefall verhindert ihre Rückreise und dann verschwindet auch noch ihre Grosstante, dafür taucht ihr geliebter-gehasster Jugendfreund Gion auf. Auf der Suche nach der liebenswerten alten Frau entdecken sie Geheimnisse, von denen sie als Kinder nicht einmal geträumt haben, können Freund und Feind nicht mehr voneinander unterscheiden, und wachsen über sich hinaus.

Wie bist du zu der Idee und vor allem auch diesem Ort gekommen? Für mich klang es nach einem unglaublich tollen Ort um Urlaub zu machen. Für mich wäre es ideal zum Lesen und erholen und meinen Freund würde ich in die Gegend wandern schicken!
Der Ort meiner Masterarbeit hat mich zu Winterhort inspiriert, vor allem die alten Bilder. Das Tal ist nun ein Stausee, doch die Berge rundherum sind noch genauso imposant. <3 Urlaub kann man dort auf jeden Fall machen, wenn man berg- und trittfest ist. 😉 Google nach „Göscheneralp“.

Wenn wir jetzt schon so über eines deiner Bücher geredet haben: Wie bist du eigentlich dazu gekommen, dass du Schreiben und dann auch Veröffentlichen wolltest?
Geschrieben habe ich als Jugendliche schon gern, doch mit dem Studium und Erwachsenwerden rückte es in den Hintergrund und wurde zu einem kindischen Traum. Vor etwa drei Jahren hat es mich dann aber wieder gepackt, wobei das Veröffentlichen erst nach Abschluss der Geschichte in den Vordergrund rückte.

Wenn ich es richtig sehe, dann sind alle deine Bücher im Selfpublish entstanden. War das eine direkte Entscheidung von dir, dich keinem Verlag anzuschließen, oder war es eher eine angenehme Lösung für dich?
Bei mir liegt es irgendwo dazwischen. Bei „Im Bann des Gedankenlesers“ wollte ich nicht monatelang auf eine Verlagsantwort warten, sondern endlich mein Buch in den Händen halten. Ähnlich war es dann beim zweiten. Mit meiner Trilogie habe ich mich bei Verlagen beworben, mich am Ende aber wieder für den Weg des Selfpublishing entschieden, weil es sich einfach richtiger angefühlt hat. Es ist toll, den eigenen Rhythmus bestimmen zu können, wer das Manuskript lektoriert, wie das Cover aussehen soll … Nur manchmal trauere ich ein bisschen um die Reichweite eines Verlags. 😉

Nun kommst du ja aus der Schweiz. Ich kenne die Tücken, gerade mit den Preisen der Post, für Autoren aus der Schweiz und auch aus Österreich. Schränkt dich das etwas ein? Gerade was vielleicht Goodies oder Buchmessen oder ähnliches angeht?
Na ja, ich versende die Bücher nur, wenn ich wieder einmal in Deutschland bin. Das bedingt dann etwas Planung und Vorbereitung. Ich hatte auch eine Zeit lang Goodies, doch da ich selbst keine sammle, habe ich bis auf ein paar Lesezeichen damit aufgehört. Auch wenn es nicht viel pro Stück ist, kosten die Lesezeichen ja doch auch, und all das andere auch. 😉 Im Moment mache ich mit jedem Buch Verlust, und ich investiere lieber in ein tolles Buch als für Goodies, die am Ende nicht gross beachtet werden. 😉

Dann kommen wir doch zum nächsten Buch! „Im Bann des Gedankenlesers“ habe ich vorher so nicht wirklich wahrgenommen, wenn ich nun aber die Schnipsel gesehen habe, dich ich auch gestern schon den Lesern vorstellen durfte, dann bin ich verdammt neugierig geworden! Magst du auch hier kurz dem Leser erzählen, was er erwarten kann? Oder was vielleicht auch nicht!
Hier begleiten wir Sono, eine angehende Druidin aus dem Wasserstamm, auf ihrem Weg zu ihrer eigenen Stärke, nachdem sie einem verfeindeten Druiden das Leben rettet und ein Gedankenleser auf ihre Kräfte aufmerksam wird. Es geht um Liebe, Vertrauen und Verrat und auch darüber, richtig miteinander zu reden.

Gedankenlesen klingt sehr interessant. War dies auch der Grund, dass du darüber mal ein Buch schreiben wolltest oder gab es einen anderen Anreiz, der die Idee für diesen Roman lieferte?
Ha, jetzt hast du mich auf dem falschen Fuss erwischt. 😀 Als ich wieder mit dem Schreiben anfing, war diese alte Geschichte jene, die mich direkt abholen konnte. Ich habe den Wald gerochen, das Gurgeln des Baches gehört. Dann habe ich einfach losgeschrieben. Und da Sono ja auch ein paar Kräft hat, musste der Gegner auch gut ausgestattet werden, wenn man so will. 😉

Dann hast du auch eine Reihe im Bereich Fantasy herausgebracht! „Die Schatten von Mra’Theel“, da freue ich mich schon besonders auf das Einlesen morgen, denn wer weiß, was ich alles falsch ausspreche neben dem Titel. Aber so ist das nun mal. Worum geht es in dieser Reihe? Mit den drei Teilen ist es dann beendet, oder? Also eine Trilogie. Warum dieses Format?
Ich bin schon gespannt, wie es klingt! 😀 Ich gebe zu, ich selbst habe auch Mühe, gewisse Namen auszusprechen, aber ich wollte einfach, dass mir niemand den Titel klaut. 😉
Genau, die Trilogie ist beendet. Ich weiss auch nicht genau, was mich zu diesem Wahnsinn getrieben hat. Ich glaube, es war die Idee um Tindra, die immer grösser wurde, und der Wunsch, einmal etwas Grösseres auszuprobieren. 😉 Ich habe ja immer noch Ideen im Kopf, die auch mit einer Trilogie nicht erzählt werden können, da sollte ich einmal mit Üben anfangen, oder? 😉

Nun hatten wir drei Bücher bzw. Reihen im Genre Fantasy. Was macht dieses Genre so spannend für dich? Liest du selbst gern Fantasy-Geschichten und kannst uns vielleicht einige Bücher oder Autoren empfehlen?
Ich lese tatsächlich am liebsten Fantasyromane, weil sie mich mitreißen, mitleiden lassen und ich träumen kann. Ich liebe die Askir-Reihe von Richard Schwartz, aber auch die Bücher von Christopher Zimmerer haben es mir angetan. Die sind zwar schon etwas älter. Ich lese auch gern die Bücher von Jacqueline V. Droullier. 😀 Sie ist eine wunderbare Autorin und ein unglaublich herzlicher Mensch!

Aber du schreibst ja nicht nur Fantasy, denn gerade ist ein neues Buch von dir erschienen und es ist dein zweiter Liebesroman. Haben dann deine Fantasyromane auch einen höheren Anteil an Liebe oder sind deine Bücher doch eher fernab des „Romantasy“-Bereichs anzufinden?
Mra’Theel hat nur einen kleinen Romance-Anteil, auch wenn die Liebe eine große Rolle spielt, während der beim Gedankenleser oder beim Feenprinzen deutlich grösser ist. Aber sie sind nicht im klassischen Romantasy anzusiedeln, dafür sind die anderen Probleme zu wichtig, hätte ich jetzt gesagt.

Nun aber zu deinen beiden Liebesromanen. Bei deinem ersten Roman „Herzenstanz in Reykjavík“ haben wir schon ein tanzendes Pärchen. Deutet der Titel ja schon an. Bei deinem nun frisch erschienenen Buch „Wenn wir durch den Regen tanzen“ haben wir ebenfalls ein tanzendes Paar. Steckt da eine Leidenschaft von dir dahinter? Tanzt du selbst sehr gern?
Ich liebe es zu tanzen! <3 Sobald die Kinder einmal grösser sind oder wir uns einen Abend organisieren können, werde ich meinen Göttergatten in einen Tanzkurs schleppen! 😉

Nun wollen wir aber natürlich wissen, worum es in den Büchern genau geht. Was erleben wir den in Reykjavík? Und warum ausgerechnet dort?
Ich habe ein Jahr in Reykjavík studiert und liebe Island heiß und innig. Da ich jedoch schon lange nicht mehr dort war und auch nicht mehr so viel tanzen kann, habe ich mich einfach „zurückgeträumt“. Leandra arbeitet und tanzt seit einiger Zeit in Island, als sie ihrem ehemaligen besten Freund über den Weg läuft. Die Vertrautheit flackert gleich wieder auf, doch damit auch all die Erinnerung, die schliesslich zum Kontaktabbruch geführt haben. Schritt für Schritt kommen sie sich näher, obwohl sie das nicht dürfen …

Und was erwartet uns im Regen? Heißt es nicht: „singing in the rain“ und nicht „dancing in the rain“?
Na ja, wer will schon „Walking on sunshine“, wenn er im Regen tanzen kann? 😉 Doch ganz so locker ist der Roman nicht. Nela will nicht mehr tanzen, weil das Tanzen ihr alle Träume zerschmettert hat. Corvin will keine Beziehung mehr, weil er zu oft verletzt wurde. Doch als die beiden aufeinandertreffen, stehen ihre Welten Kopf, denn sie sind total voneinander fasziniert …

Wieso auf der einen Seite Liebesromane und dann auf der anderen Seite Fantasyromane? Also nicht, dass sich diese beiden Genre ausschließen, aber könnte man von dir auch einen Thriller oder einen Horrorroman erwarten? Oder ist dies dann eher nichts für dich?
Fantasy und Romance sind einfach meine liebsten Genre, die ich auch gerne lese. Thriller, Krimis und Horror sind nichts für mich. Am ehesten würde ich noch einen Abstecher zu den Dystopien machen, denn da tummelt sich auch schon lange eine Idee in meinem Kopf. 😉

Und zum Abschluss will ich natürlich wissen, was gerade so bei dir ansteht, ob wir bald mit etwas Neuem von dir rechnen können. Welche Ideen schlummern denn in Notizbüchern oder ähnlichem? Oder woran arbeitest du gerade?
Vor wenigen Tagen habe ich meinen dritten Liebesroman im Rohentwurf beendet. Er wird dann im Frühling 2020 erscheinen. Im Moment schreibe ich an einer Sidestory zu meinen Mra’Theel-Leuten, die aber unabhängig von der Trilogie gelesen werden kann. Und dann plane ich vielleicht doch noch etwas in Richtung Romantasy. 😉

 Magst du zum Abschluss den Lesern noch etwas mit auf den Weg geben?
Bleibt euch selbst treu und glaubt an euch klingt zu kitschig, oder? 😉

Dann bedanke ich mich recht herzlich für dieses Interview bei dir! Ich werde deine Bücher weiter im Auge behalten, schließlich habe ich ja noch „Die Schatten von Mra’Theel“ im Regal und deinen Gedankenleser muss ich auch unbedingt noch lesen!
Ich bedanke mich für das tolle Interview!


So, das war es aber mit den vielen Fragen an Andrea!
Morgen werdet ihr nochmal genaueres über ihre Bücher erfahren und könnt euch jeweils einen kleinen Teil ihrer Geschichten anhören, also schaut wieder rein!

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