Puppet's Bookish Weekend

Puppet’s Bookish Weekend mit Sonja Röhm-Reimann Teil I

Werbung / Puppet’s Bookish Weekend / mit Sonja Röhm-Reimann

Meine lieben Lesenden,

ich begrüße euch wieder recht herzlich zu „Puppet’s Bookish Weekend“ am Samstag. Wer gestern die Schnipsel auf Facebook, Instagram und Twitter verfolgt hat, der weiß, dass es heute um die Autorin: Sonja Röhm-Reimann geht und um ihr Buch „Die Drachenreiter von Mera“. Heute gibt es ein Charakterinterview und zwar kommt mich gleich Karin besuchen und da bin ich schon sehr gespannt drauf, denn sie hat wohl schon Erfahrungen darin Drachen zu reiten und durch Portale in andere Welten zu gelangen. Da bin ich so neugierig drauf! Dann lasse ich sie doch einfach mal auf mein Sofa!


Herzlich Willkommen auf meinem Interview-Sofa! Ich freue mich sehr, dass du mich hier besuchst und du meine Fragen beantworten möchtest. Wie war denn dein Weg zu mir und möchtest du etwas trinken oder eine Kleinigkeit essen?
Danke für die Einladung. Wenn es Dir nicht zu viele Umstände macht, wäre eine Tasse Kaffee nicht schlecht. Aber nicht so stark bitte, ich bin es nicht mehr gewohnt. Auf Mera gibt es zwar Kaffee, aber der ist dort so teuer, dass ich ihn mir nicht leisten kann. Und vielleicht ein, zwei Kekse dazu; das wäre prima. Wie ich hierher komme? Keine Ahnung, das musst Du meine Autorin fragen. Sie hat mich einfach hierher gebracht. Ich selbst kann ja nicht weg von Mera. Diese Tore oder Portale, wie sie auf der Erde auch genannt werden, sind nicht von den Menschen gemacht.

Dann würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn du dich kurz vorstellen könntest, damit die Leser wissen, wen sie denn jetzt hier vor sich haben.
Ich heiße Karin, bin zwanzig Jahre alt und war bis zu dem schrecklichen Ereignis in den Bergen, das mich am Ende nach Mera gebracht hat, eine ganz normale Studentin. Jetzt lebe ich bei den Drachenreitern und lasse mir von ihnen den Umgang mit den Drachen beibringen. Bei den Drachenreitern gelte ich als zierlich, obwohl ich mich selbst als durchschnittlich gebaut beschreiben würde. Dort falle ich sowieso auf wie ein bunter Hund, da auf Mera weder blonde Haare, noch solche blauen Augen, wie ich sie habe, vorkommen.

Wie sieht es bei dir denn mit deiner Familie aus? Hast du Geschwister oder ein anderes Familienmitglied, welches dir sehr am Herzen liegt? Wie stehst du allgemein im Kontakt zu deinen Verwandten?
Diese Frage tut weh. Meine Verwandten sind alle auf der anderen Seite des Tores zurückgeblieben und halten mich wahrscheinlich für tot. Das Tor, das die beiden Welten miteinander verbindet, ist nämlich verschwunden.

Hast du einen Partner in deinem Leben?
Nein, ich bin weder verheiratet, noch verlobt.

Wie sieht es denn mit Haustieren aus?
Du meinst jetzt so etwas wie Hund oder Katze? Da wirst Du bei den Drachenreitern vergeblich suchen, die Drachen genügen vollkommen.

So, nun kann ich aber meine Neugier über dein Abenteuer nicht mehr zurückhalten! Erzähle mir alles. Nein Spaß, dafür sollte ich wohl einfach das Buch über dein Abenteuer fertiglesen. Mich interessiert, wie du dich gefühlt hast, als du gemerkt hast, dass man dich in eine andere Welt verschleppt hat?
Furchtbar. Meine Freunde waren alle tot und ich die einzige Überlebende. Ich war verletzt und vergiftet. Und dann gab es da ein furchterregendes Wesen, dass mich umsorgt und mit seiner grauenvollen Milch gefüttert hat. Das wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Ich habe vorher nicht einmal an die Existenz eines Drachen geglaubt und dann sehe ich mich Auge in Auge mit so einem Untier. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich das als Wirklichkeit wahrgenommen habe und nicht mehr darauf gehofft habe, aus diesem Albtraum aufzuwachen.

Was war das schwierigste für dich in dieser neuen Welt? Ich wäre glaube komplett überfordert gewesen und hätte mich einfach nur nach Hause gewünscht. Klar, interessant kann so etwas auch sein, aber du warst ja auch noch verletzt.
Das Schwierigste? Puuh. Alles war schwierig. Und ja, ich habe mich sehnlichst nach Hause gewünscht. Es kam alles stückchenweise auf mich zu, jeder neue Schritt brachte mir neue Probleme, mit denen ich mich auseinandersetzen musste: Die Tatsache, dass es Drachen gibt und dass ich lernen sollte einen zu reiten. Dann die strengen Regeln, wie das Verbot zu lügen. Besonders schwer ist es mir gefallen, mich unterzuordnen. Die Drachenreiter habe mir einen Vormund vor die Nase gesetzt, der mich wie ein kleines Kind behandelt und jeden Schritt von mir bestimmt. Hallo, ich bin eine erwachsene Frau, kein Kind!

Ach, nochmal zur Verletzung. Da hast du ja das erste Mal dieses Portal gesehen, was war denn da dein erster Gedanke? Und wie kommst du mit dem zurecht, was dir passiert ist?
Ich habe an nichts Bestimmtes gedacht, als ich dieses Tor in eine andere Welt gesehen habe. Mein Verstand hat das nicht begreifen wollen. Ich meine, ein Tor, das in eine andere Welt führt? So etwas gibt es doch überhaupt nicht! – Dachte ich zumindest bis dahin.

Wie ich damit zurecht komme? Zunehmend besser. Zum einen liegt das an meinem Drachen, zum anderen habe ich einige nette Drachenreiter kennengelernt, die mich dort in dieser fremden Welt unterstützen.

So und nun zum Thema Drachen: Wie sind die so? Gibt es da große und kleine, dicke und dünne? Welche sind dir begegnet? Am besten erzählst du einfach, was dir in den Kopf kommt, denn ich bin ein sehr großer Fan von Drachen und würde so gern auch mal einem begegnen.
Drachen sind großartige Geschöpfe. Intelligent, stark und ohne Angst. Und gefährlich. Man muss sehr vorsichtig im Umgang mit ihnen sein. Sie dulden keine Fehler oder Schwächen ihres Reiters. Aber sie ordnen sich freiwillig unter, wenn sie der Meinung sind, dass man dazu fähig ist, die Führung zu übernehmen. Sie sind wunderschön mit metallisch glänzenden Schuppen in hellem Grün oder Stahlblau. Das Grün variiert manchmal ein wenig und ich kenne ein Drachenweibchen, das fast dunkelgrün gefärbt ist. Und dann ist da natürlich unser Sonnendrache, der hat golden glänzende Schuppen und leuchtet mit der Sonne um die Wette. Kein anderes Lebewesen kann es mit einem Drachen aufnehmen. Sie sind fast so groß wie ein kleines Haus, wobei die Männchen etwas größer sind als die Weibchen. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschwärmen, aber Du hast sicher noch weitere Fragen.

Dann hast du doch bestimmt schon mal einen Drachen geritten, oder? Wie ist das so? Fühlt man sich da frei? Entspricht das einem Pferd reiten oder kann man das mit etwas Anderem vergleichen?
Wie man sich da fühlt? Großartig. Man spürt die unbändige Kraft des Drachen und fühlt sich fast genauso frei und unbezwingbar, wie er. Man ist nämlich beim Reiten sehr eng mit seinem Drachen verbunden, so dass man fast eins wird mit ihm. Das klingt vielleicht etwas seltsam, aber ich kann – und darf – es nicht anders ausdrücken.

Nimmst du mich mal mit? Ich will das auch machen. Nein Spaß, ich glaube so eine Portalreise ist nichts für mich, denn besonders sicher ist es da drüben in der anderen Welt nicht, oder? Da gibt es doch auch Bösewichte, richtig?
Oh ja. Zum einen sind die Drachen selbst gefährlich und es passieren immer wieder Unfälle, zum anderen ist es ja mit einem Ritt auf einem Drachen nicht getan. Die Volker dort haben teilweise völlig andere Sitten und Regeln als wir hier auf der Erde. Das kann unerwartete Schwierigkeiten geben. Und außerdem gibt es noch Gar, der die Drachenreiter aus unbekannten Gründen nicht ausstehen kann und irgendetwas im Schilde führt. Er steht an der Spitze des größten Volkes von Mera, hat demnach viel Einfluss und leider ein sehr überzeugendes Auftreten. Außerdem scheint ihm jedes Mittel recht zu sein, um den Drachenreitern zu schaden. Er war es auch, der mich und meine Freunde in den Bergen angegriffen hat und dem ich es zu verdanken habe, dass ich überhaupt nach Mera gekommen bin.

So, nun habe ich aber schon viele Fragen gestellt, dann machen wir mal das Assoziationsspiel. Ich nenne dir einen Begriff und du sagst einfach das, was dir als erstes in den Kopf kommt!

Familie
Ich würde sie gerne wiedersehen oder ihnen wenigstens sagen, dass ich am Leben bin.

Freundschaft
Mit guten Freunden kann man alles schaffen. Okay, fast alles.

Liebe
Tja … Ich glaube, ich habe mich verliebt und bin dabei mich zu verlieben: Ersteres in meinen Drachen und letzteres in Niro, obwohl er mich gerne aufzieht. Aber wir sehen uns nur selten, so dass das in der Geschichte keine Rolle spielt. Niro ist übrigens ein Drachenreiter und hat mich zusammen mit seiner Schwester am Anfang der Geschichte gerettet.

Drachen
Unvergleichlich. Großartig. Ich könnte nicht mehr auf meinen Drachen verzichten.

Freiheit
Was ist das schon? Die Gedanken sind frei. Frei fühle ich mich, wenn ich mit meinem Drachen durch den Himmel fliege.

Krieg
Das macht mir Angst. Wer weiß, was Gar im Schilde führt? Vielleicht auch einen Krieg?

Heimat
Ich habe keine. Zumindest im Moment. Meine alte Heimat ist verloren, und es ist noch weit hin, bis ich die Drachenküste als meine Heimat ansehen kann, wenn überhaupt.

Bücher
Die Schrift! Hier lese ich nur Lehrbücher und Gesetzestexte und die sind in einer fast unlesbaren Schrift geschrieben; ich muss sogar in die Schule, um sie lesen zu lernen.

Reisen
Per Drachen von mir aus, jeden Tag, wobei das Ziel egal ist, ich kenne nichts auf Mera, alles ist neu. Leider darf ich das nicht ohne weiteres.

Fliegen
Reiten! Drachenreiten! Davon kann ich nicht genug bekommen.

So, das soll es dann auch sein. Magst du denn deiner Autorin noch etwas sagen? Dann hast du jetzt die Chance dazu!
Ach, das hilft eh nichts. Sie hat sich das Ganze doch ausgedacht. Ich wünsche mir nur, dass sie es schafft alle Teile der Geschichte zügig zu veröffentlichen.

Und möchtest du unseren Lesern noch etwas mit auf den Weg gehen? Eine Weisheit oder etwas anderes?
Ich bin kein weiser, alter Mensch, der großartige Ratschläge bereithält. Vielleicht das: bleibt euch treu und seid ehrlich mit euch selbst und anderen.

Ach ja, etwas habe ich noch für die Leser: Wer meine Abenteuer nachlesen will, kann sich freuen: Meine Autorin ist kurz davor, den zweiten Band zu veröffentlichen.

Dann bedanke ich mich recht herzlich bei dir und hoffe, dass du mich mal mit einem Drachen abholst oder wieder besuchen kommst! Ich wünsche dir eine angenehme Rückreise!
Vielen Dank für den leckeren Kaffee. Wenn es meine Autorin erlaubt, komme ich gerne wieder.


So meine Lieben,
nun musste die liebe Karin nun auch schon wieder los, aber morgen bekommt ihr wie gewohnt noch einen besseren Einblick in die Geschichte aus Mera. Denn es gibt ein paar Hörstellen für euch und natürlich die allgemeinen Informationen zum Buch.

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