Rezensionen

Roma Nova von Judith Vogt

Titel: Roma Nova
Autorin: Judith Vogt
Verlag: Bastei Lübbe (Rezensionsexemplar)
Seitenzahl: 624 Seiten
Erscheinungsdatum: 27.07.2018

Das alte Rom, einfach mal ins Weltall gesetzt und die Gladiatoren mit Technik ausgestattet.

Findet euch ein im alten Rom, aber vergesst nicht euren Raumanzug anzuziehen, denn sonst bleibt euch hin und wieder die Luft weg.

 

Das alte Rom wurde in das Weltall verlagert. Nicht etwa, was wäre gewesen, wenn die alten Römer ins All gekommen wären, sondern die römische Geschichte einfach mal ins Weltall verlagert. Auf dieser Idee basiert der Roman „Roma Nova“ von Judith Vogt, der im Juli erschienen ist. Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und hatte somit den Austausch mit anderen Lesern und der Autorin.

Der Roman war mein erster richtiger SciFy-Roman. So hatte ich am Anfang ein paar kleine Probleme mit dem Kopfkino, da ich mir das mit den Raumschiffen und alles nicht so gut vorstellen konnte. Aber die Autorin hat da Abhilfe geschaffen, denn wer auf ihrer Homepage mal vorbeischaut, der kann ein paar Arts sehen und das half mir sehr gut weiter um die Geschichte in Bildern in meinem Kopf abspielen zu lassen.

Wir haben verschiedene Charaktere die wir begleiten. Zum einen eine Familie, die nicht nur Sklaven im Haus hält, sondern auch Gladiatoren erworben hat und damit ihren Stand in der Gesellschaft festigen will. Dann haben wir auch die Gladiatoren selbst und ein paar weitere wichtige Personen in Rom, die alle von einer Seherin beeinflusst werden. Am Anfang ist man sofort in der Handlung drin, denn auf den Raumschiffen ist richtig etwas los, denn es gibt den Hades, ein schwarzes Loch und dieses schwarze Loch beinhaltet Dämonen. Sonst hat man gedacht, es handle sich nur um Legenden und Märchen, die man sich erzählt, doch die Familie bekommt es sehr deutlich zu spüren. Dieser Kampf auf dem Schiff bleibt nicht ohne Folgen und dann sorgt ihr Gladiator Spartacus auch noch für einen Aufstand, der ungeahnte Folgen nach sich zieht.

Der Sklavenaufstand im Weltall. Mit seinen 624 Seiten hat dieser Roman so einiges zu erzählen. Erst dachte ich: na was will man denn da alles erzählen? Die Gladiatoren wenden sich gegen ihre Herren und dann war es das, doch ganz anders, denn die dämonischen Elemente aus dem Hades und einfach die Menschlichkeit und ihre Verfehlungen sorgen für dauerhafte Intrigen, Machtgier und das Umdenken, ob das Leben, so wie es geführt wird, wirklich richtig ist. Mit Hilfe der oben beschriebenen Bilder habe ich recht schnell in die Handlung gefunden, konnte mir den Aufbau von Rom und auch die Raumschiffe gut vorstellen. Die Charaktere wachsen und verändern sich, manche nur innerlich, manche auch äußerlich, denn die nötige Technik macht es möglich. Oft habe ich beim Lesen den Gedanken gehabt, warum sind Menschen so? Wieso werden sie in diesem Buch so dargestellt, aber dann kam dieser kleine Stimme aus dem Hintergrund, dass ich mich doch an meinem Geschichtsunterricht erinnern soll: Die Römer waren einfach so.
Denn dieses Buch schafft es die römische Geschichte, die Art der Menschen einzufangen und in einer spannenden Geschichte zu erzählen. Aber es geht nicht nur um Mord und Totschlag, es gibt auch einen Funken Liebe, der dort in der Luft liegt. Wobei eine Menge Sex bei den Römern auch dabei sein muss… Und dann diese Wortwahl.

Findet euch ein im alten Rom, aber vergesst nicht euren Raumanzug anzuziehen, denn sonst bleibt euch hin und wieder die Luft weg.

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