Rezensionen

Soul Beach: Frostiges Paradies von Kate Harrison

Titel: Soul Beach – Frostiges Paradies
Autor: Kate Harrison
Verlag: Loewe Verlag
Seitenzahl: 352 Seiten
Erscheinungsdatum: 14.01.2015

eine virtuelle Welt als Übergangslösung für Ermordete?

Stellt euch vor, ihr verliert einen geliebten Menschen und bekommt plötzlich eine Email von dieser Person. Euer erster Gedanke wird bestimmt auch sein, dass sich da jemand einen sehr üblen Scherz mit euch erlaubt. Wenn ihr dann ein paar Tage später auch noch eine seltsame Einladung per Mail bekommt, die euch angeblich auch von der verstorbenen Person geschickt wurde, würdet ihr dem Link folgen und sehen, um was für ein Programm es sich da genau handelt?

Ich muss zugeben, dass ich nicht wüsste, ob ich dem Link folgen würde, denn wenn man einen Menschen wirklich liebt und um ihn trauert, würde man sich da nicht an einem Strohhalm festhalten und diesem Link einfach folgen?
So hat es Alice gemacht, nachdem ihre Schwester Meggie gestorben ist und durch diesen Link kam sie in eine Art virtuelle Welt, einen Strand, den sogenannten „Soul Beach“ und dort ist sie auf ihre Schwester getroffen. Natürlich wollte sie gleich wissen, wer denn für den Tod ihrer Schwester verantwortlich ist, aber das ist ein Verstoß gegen die Regeln, die von den Schaffern von „Soul Beach“ doch sehr willkürlich ausgelegt werden. Aber Alice bekommt eine zweite Chance und besucht ab diesem Tag den Soul Beach regelmäßig. Sie will ihrer Schwester helfen und herausfinden, wer ihr das angetan hat, denn ihre Schwester ist nicht auf natürliche Weise ums Leben gekommen. Es war auch kein Unfall, sondern es war ein Mord. Und Meggie stand vorher durch eine Fernsehshow im Interesse der Öffentlichkeit und das macht alles noch schwieriger.

Meggie hat am „Soul Beach“ einige Freunde gefunden und diese lernt auch Alice kennen. Jeder hat eine eigene Geschichte, doch so richtig ist nicht klar, warum diese ganzen Seelen hier landen und was es mit diesem Ort auf sich hat. Für Alice beginnt eine sehr verwirrende Zeit, denn sie will unbedingt bei ihrer Schwester sein, ist das Band doch nun noch stärker zwischen ihnen, aber sie hat ja auch noch ihr normales Leben und zudem möchte sie Meggie und ihren Freunden helfen und so begibt sie sich auf eine Art Detektivspiel, denn sie will die Mordfälle aufklären, die geschehen sind, denn am „Soul Beach“ gibt es ein Gerücht, an das sich viele klammern: wenn in der echten Welt die Morde aufgeklärt werden, dann können sie von diesem Ort weg. Denn egal wie schön dieser Strand ist, auch er hat seine Schattenseiten und die muss auch Alice erkennen.

Ich finde dieses Buch echt interessant. Die Idee, dass es da einen Strand gibt, an dem die verstorbenen Seelen sind, ist wirklich interessant. Das man dahin über das Internet kommt, finde ich noch sehr befremdlich, aber ich freunde mich langsam mit der Sache an, denn es wirft immer wieder Fragen auf, die es umso interessanter machen, der ganzen Geschichte zu folgen. Auch mag ich Alice sehr gern. Sie ist kein typisches Mädchen, mit großartig schminken und so. Sie ist ein wenig der Kumpeltyp und das macht sie sympathisch. Ihre Geschichte ist hart und man will unbedingt wissen, was denn den jungen Leuten passiert ist, die am Strand nun ihre Ewigkeit fristen. Die Seiten flogen wirklich schnell dahin und bis auf ein paar kurze Längen, die die Spannung etwas abgeflacht haben, war es wirklich immer wieder interessant an den Soul Beach und die Geschichte von Alice einzutauchen. Band zwei und drei habe ich nun auch zu Hause und bei nächster Gelegenheit werde ich sie lesen und euch berichten.

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