Rezensionen

Varia: City of Magic von Anika Ackermann

Titel: Varia
Autorin: Anika Ackermann
Verlag: Selfpublish (Rezensionsexemplar)
Seitenzahl: 543 Seiten
Erscheinungsdatum: 08.08.2018

Ein wirklich berührendes Werk, Tristan und Isolde mit mehr als einem Hauch Magie

Kennt ihr das: ihr lest ein Buch, wollt eigentlich gar nicht, dass es endet und wollt doch gleichzeitig wissen, wie die Geschichte ein Ende findet?
So ging es mir mit „Varia“ von Anika Ackermann. Ich habe das Buch zur Rezension bekommen und muss nun nach dem Lesen sagen, dass ich von ihrer Arbeit wirklich berührt wurde.
„Varia“ ist nicht nur der Titel des Buches, sondern es handelt sich dabei um eine Stadt. In dieser Stadt leben Menschen und sogenannte Magique zusammen. Magique besitzen unterschiedliche Gaben, denn sie können einen Einfluss auf die Elemente nehmen und zudem auch die Magie benutzen. Die Menschen haben die Magique bisher unterdrückt, so sehen es jedenfalls die Begabten. Leider führt dies auch dazu, dass die Stadt in verschiedene Bezirke eingeteilt ist, in denen zum Teil nur Magique oder eben nur Menschen leben. Auch gibt es in Bezirken, wo beide Seiten leben immer wieder Unruhen.

Und zwischen diesen Unruhen leben Dristan und Essylt. Er ist Mensch, sie ist Magique und mit ihnen erzählt uns Anika Ackermann die Geschichte von Tristan und Isolde. Die Oper habe ich schon gehört, aber konnte mich nicht mehr ganz an die Handlung erinnern, deshalb bin ich sehr gespannt an dieses Buch herangegangen. Die Idee ist wirklich toll und auch sehr gut ausgearbeitet. Man merkt, dass die Autorin hier sehr viel Herzblut in die Geschichte gelegt hat. Ihr Schreibstil gefiel mir sehr gut, man konnte vollkommen in der Geschichte versinken, sich in Varia einfach schon ein bisschen wie zu Hause fühlen. Klar, die Unruhen möchte ich nicht vor der Tür haben, aber durch die Beschreibungen, kam es mir doch sehr real vor.
Auch hat es Anika Ackermann geschafft mich emotional abzuholen und ja, die hat mich emotional auch vernichtet. Ich habe schon lange nicht mehr so viel bei einem Buch geweint, wie hier, denn es gibt da so eine Stelle, wenn ihr das Buch lest, dann wisst ihr, welche ich meine, die hat sie so herzzerreißend beschrieben, dass mir die Brust immer enger wurde, die Tränen nur so gekullert sind und ich mich immer wieder gefragt habe: „warum tut sie das ihren Charakteren und den Lesern an?“

Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung für dieses Buch, denn egal aus welcher Sicht die Autorin uns die Geschichte erzählt, ob nun aus der Sicht von Dristan oder Essylt, es war einfach überzeugend, war an keiner Stelle zu viel oder zu wenig und hat mich wirklich von vorn bis hinten in seinen Bann gezogen. Ein Highlight dieses Jahres für mich.

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